„Weiße Flecken schließen!“

03.08.2017

Ingo Gädechens informiert sich beim Zweckverband Ostholstein über aktuellen Stand beim Internet-Breitbandausbau


Gemeinsam mit der ZVO-Verbandssprecherin Gesine Strohmeyer und dem Geschäftsbereichsleiter Breitband beim ZVO, Torsten Hindenburg, sprach der CDU-Bundestagsabgeordnete Ingo Gädechens über den Planungsstand zum Ausbau des Breitbandnetzes für 29 Gemeinden in Ostholstein. Nachdem im Beisein des Abgeordneten im vergangenen März ein Förderbescheid des Bundesverkehrsministeriums über 15 Millionen Euro in Berlin übergeben wurde, konnten die Ausbauplanungen finalisiert werden. Ein großer Schritt war die Ende Juni erfolgte Beauftragung der Kieler TNG Stadtnetz GmbH, die im Auftrag des ZVO ein flächendeckendes Glasfasernetz vermarktet und errichtet.

 

„Der ZVO arbeitet auf Hochtouren“, stellt Gädechens anerkennend fest. „Es ist für unsere Region sehr gut, dass die weißen Flecken ohne ausreichende Internetversorgung in Ostholstein nun endlich geschlossen werden!“ Diese wurden mit Hilfe eines aufwendigen Markterkundungsverfahrens ermittelt. Im Bereich der weißen Flecken ist keine ausreichende Internetversorgung vorhanden und ein Wettbewerb zwischen etablierten Anbietern um die dort zu erschließenden Haushalte findet meist gar nicht statt. So erklärt sich auch die große Bedeutung des Vorhabens des ZVO. „Die ZVO hat sich verpflichtet, ein offenes Breitbandnetz in diesen Gebieten zu errichten, das später auch andere Anbieter nutzen und so ihre Produkte in den zurzeit noch abgekoppelten Regionen anbieten können. Damit wird die Grundlage für eine Reaktivierung des Marktes und ein attraktives Internetangebot geschaffen“, erklärte Gädechens beeindruckt.

Ziel des ZVO ist es, eine Anschlussquote von mindestens 60% der Haushalte in den unterversorgten Gebieten zu erreichen. Auch in den bereits erschlossenen Gebieten ist der ZVO bereit, den Ausbau voranzutreiben, sofern die 60% Zielmarke erreicht wird. Jedoch stoßen der ZVO und die für die Vermarktung zuständige Kieler TNG Stadtnetz GmbH auf Hindernisse. Große, bereits etablierte und kleine regionale Anbieter machen dem entwickelten Konzept des Zweckverbandes Konkurrenz. Dadurch entstehende Verzögerungen bereiten Gesine Strohmeyer und Torsten Hindenburg Sorgen – insbesondere weil die im März bewilligte Förderung des Bundes für die ZVO-Breitband-Sparte im Jahr 2019 ausläuft.

Ingo Gädechens versprach im Falle seiner Wiederwahl in den Deutschen Bundestag am 24. September hier im Sinne des ZVO beim Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur auf eine Verlängerung des Förderkorridors zu drängen. „Der enge Zeitkorridor ist eine unnötige Belastung für die Planer beim ZVO. Der Breitbandausbau im ländlichen Raum ist ein komplexes Vorhaben, bei dem auch unvorhergesehene Herausforderungen und dadurch Verzögerungen auftreten können. Bei einem so wichtigen Vorhaben gilt immer: Sorgfalt vor Schnelligkeit! Ich bin zuversichtlich, dass auch nach der Bundestagswahl in einem unionsgeführten Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur über ein solches Anliegen positiv entschieden wird“, erklärte Gädechens abschließend.