Sanierungsarbeiten in der Rettbergkaserne kommen nur schleppend voran!

08.08.2018

Abgeordnete wollen bei der Beschleunigung helfen!


Der CDU-Bundestagsabgeordnete Ingo Gädechens und der örtliche Landtagsabgeordnete Tim Brockmann informierten sich bei einem Vororttermin über die seit Jahren nur schleppend vorankommenden Infrastrukturmaßnahmen in der Eutiner Rettbergkaserne. Bei einem gemeinsamen Rundgang mit dem Kommandeur des Aufklärungsbataillons 6 Oberstleutnant Aust und dem derzeit vertretenden Kommandeur Oberstleutnant Brandt wurde den beiden Abgeordneten ein Eindruck von den aktuellen Baumaßnahmen vermittelt:

„Die Sanierung der ‚in die Jahre gekommenen‘ Rettbergkaserne schreitet mir insgesamt zu langsam voran“, urteilt Gädechens, „die Probleme am Standort sind zwar komplex, aber nicht unlösbar. Leider gibt es am Standort Eutin eine Verkettung vieler unglücklicher Umstände! Für die Soldatinnen und Soldaten ist es besonders bitter, dass die Umsetzung der dringend erforderlichen Sanierungsmaßnahmen eine derart lange Zeit in Anspruch nimmt. Unsere Soldatinnen und Soldaten des Aufklärungsbataillons sind in zahlreichen und sehr anspruchsvollen Auslandseinsätzen gefordert, da sollte eine zeitgemäße und gute Unterbringung am Heimatstandort eine Selbstverständlichkeit sein,“ so Gädechens.

Die Sanierungsarbeiten in der Rettbergkaserne reichen von größeren Baumaßnahmen, die seit Jahren nur schleppen realisiert werden können, bis hin zu laufenden Instandhaltungsmaßnahmen. Rund 33 Mio. Euro sollen in den nächsten Jahren in den Standort fließen, darunter fallen unter anderem die Baumaßnahmen für die Ausbildungs- und Werkhalle der Aufklärungsdrohne KZO/LUNA, der Neubau der beiden Unterkunftsgebäude 14 und 24, der Neubau des Waffenkammergebäudes sowie umfangreiche Arbeiten zur Sanierung des Abwassersystems.

Der örtliche Landtagsabgeordnete Tim Brockmann war ebenfalls alles andere als begeistert vom Fortschritt der Baumaßnahmen: „In Teilen gehen die Bauarbeiten voran, aber der Umbau der Dusch- und  Sanitäranlagen muss zügiger realisiert werden!“ Insbesondere die Bekämpfung von Schimmelbildung in den Duschbereichen sorgt für Probleme und macht eine Grundsanierung erforderlich.

Gädechens gilt als „Dauergast“ in der Rettbergkaserne. Neben den offiziellen Besuchsterminen nimmt er sich immer wieder die Zeit, um sich bei der berühmten „Tasse Kaffee“ über aktuelle Entwicklungen zu informieren. Dabei verfolgt er schon seit längerem die schleppende Sanierung und kennt auch die Gründe und bürokratischen Hürden: „Im Vorfeld der Bundeswehrreform wurden alle Baumaßnahmen bis zur endgültigen Standortentscheidung 2011 gestoppt. Mit der Folge, dass nach dem Stationierungskonzept alle geplanten und erforderlichen Baumaßnahmen erneut ausgeschrieben werden mussten. Diese Verzögerung war für den Standort Eutin fatal. In der Zwischenzeit haben sich aber nicht nur Brandschutz- und Sicherheitsvorschriften geändert, die beauftragten Firmen hatten selbst die Auftragsbücher voll, so dass der öffentliche Auftraggeber in der Priorisierung nach hinten „gerutscht“ ist.“, so Gädechens.

„Die schwierige Baubegleitung der beauftragten Firmen wie auch die knappen Planungskapazitäten haben in den letzten Jahren für weitere immense Verzögerungen bei der Sanierung der Rettbergkaserne gesorgt.“, ergänzt der Landtagsabgeordnete Tim Brockmann. „Als Landespolitiker schaue ich jetzt genau darauf, dass die geplanten Maßnahmen vollumfänglich unterstützt werden. Die Landesplanungsbehörde hat angekündigt, die Sanierung der Rettbergkaserne mit Priorität weiterzuverfolgen. Diese Nachricht stimmt hoffnungsvoll.“