"Breitbandausbau auf Fehmarn darf nicht scheitern!"

19.06.2019

Vermarktung endet am 30. Juni - CDU-Abgeordneter Gädechens appelliert, den Ausbau zu unterstützen


Übergabe des Förderbescheides für die Breitbandversorgung Ostholsteins im Berliner Verkehrsministerium 2017. (v.l.n.r: ZVO-Verbandsvorsteherin Gesine Strohmeyer, Parlamentarischer Staatssekretär Enak Ferlemann und Abgeordneter Ingo Gädechens)

Der Breitbandausbau ist in aller Munde. Ohne einen schnellen Zugang zum Internet fühlen sich viele Menschen in einer immer digitaler werdenden Welt abgehängt. Um die Attraktivität des ländlichen Raumes langfristig zu erhalten, wurde der ZVO beauftragt mit der eigens gegründeten TNG, auch auf der Insel Fehmarn flächendeckend einen schnellen Internetzugang zu ermöglichen. Einzige Bedingung: Mindestens 60% der aktuell noch unterversorgten Haushalte müssen einen Vertrag für schnelles Internet abschließen. Wollen weniger als 60% der Haushalte an das schnelle Internet angeschlossen werden, findet auf längere Sicht kein Ausbau statt. Noch bis zum 30. Juni haben die Haushalte Gelegenheit, einen entsprechenden Vertrag abzuschließen und damit den Weg für schnelles und zukunftssicheres Internet auch außerhalb von Burg zu ermöglichen.

 „Es wäre fatal, wenn der Breitbandausbau auf Fehmarn scheitert!“, kommentiert der CDU-Bundestagsabgeordnete Ingo Gädechens die aktuelle Situation. „Wir wollen gleichwertige Lebensverhältnisse in Stadt und Land – dafür ist ein schneller Internetzugang unerlässlich. Wenn wir es jetzt nicht schaffen, eine flächendeckende Breitbandversorgung aufzubauen, können große Teile von Fehmarn langfristig abgehängt werden. Das wäre nicht nur für die Menschen schlecht, die auf unserer wunderschönen Insel wohnen, sondern auch für alle Urlauber zählt ein schneller Internetzugang mittlerweile zum Standard. Zugleich warnt Ingo Gädechens davor, die Bedeutung des Themas zu unterschätzen. „Unsere technische Entwicklung ist rasant. Noch vor zehn Jahren hätte kaum jemand geglaubt, wie wichtig ein Smartphone werden könnte und mit wie vielen Funktionen es heute ausgestattet ist“. Eine ähnliche Entwicklung sehe er auch in Bezug auf den Breitbandausbau kommen. „So selbstverständlich wie heute vielbenutzte Smartphones in unseren Alltag Einzug gehalten haben, so fundamental wichtig wird eine gute Breitbandinternetversorgung in der Zukunft werden. Schon heute benötigen wir nicht nur in Firmen, Handwerksbetrieben und mittelständischen Unternehmen einen exzellenten Internetzugang mit großer Datenrate, sondern auch in den Privathaushalten steigt die Bedeutung rasant. Umso wichtiger ist jetzt die Investition in unsere Infrastruktur!“

 Damit überhaupt ein Ausbau der Netze in unterversorgten Gebieten in Ostholstein möglich wurde, hat sich Gädechens in der Vergangenheit für eine Bundesförderung stark gemacht. Mit Erfolg: Im März 2017 wurde in Berlin der Förderbescheid in Höhe von 15 Millionen Euro übergeben. Nur mit diesen Bundesmitteln ist es überhaupt möglich, auch dort Breitbandanschlüsse zur Verfügung zu stellen, wo sich ein Ausbau rein wirtschaftlich für andere Anbieter nicht rechnen würde. „Ein Teil dieser Bundesmittel steht für Fehmarn bereit – aber nur, wenn die notwendige Quote erreicht wird“, mahnt Gädechens. „Wenn wir keine 60% der Haushalte zusammen kriegen, fließt das Geld für den ZVO in andere von der TNG zu versorgende Gebiete. Daher kann ich nur intensiv darum werben, die Gunst der Stunde zu nutzen. Jetzt haben wir die Chance, die Internetinfrastruktur auf Fehmarn zukunftsfähig zu machen“, so der CDU-Abgeordnete.