Gädechens empfängt Touristiker zu traditionellem Strandkorbgespräch

08.08.2019

Akteure der Tourismusbranche berichten über Erfolge, Ziele und Herausforderungen


Sie v.l.n.r.: Silke Szymoniak, Manfred Wohnrade, Katja Lauritzen, Matthias Drespling, Sabrina Ollmann, Ingo Gädechens, MdB, Ubbo Voss, Melanie Pietsch, Christoph Andreas Leicht und Claudia Leicht, Timo Gaarz, Peer Knöfler und Harald Werner

Bereits seit vielen Jahren ist das Strandkorbgespräch der CDU Ostholstein Tradition. Der örtliche CDU-Bundestagsabgeordnete und Kreisvorsitzende Ingo Gädechens hat auch in diesem Jahr wieder rund ein Dutzend der verantwortlichen Tourismusakteure des Kreises Ostholstein eingeladen. Mit dabei waren alle politischen Ebenen: Von der gastgebenden Kommune Großenbrode nahm Bürgermeister Jens Reise teil, vom Kreis kam Kreispräsident Harald Werner mit dem CDU-Fraktionsvorsitzenden Timo Gaarz und aus dem schleswig-holsteinischen Landtag war Peer Knöfler mit dabei. Deutlicher Tenor: Die Zahlen des Tourismusgewerbes sind auch in diesem Jahr Grund zur Freude. Diese Werte aufrecht zu erhalten und auf lange Sicht zu stabilisieren, ist das erklärte Ziel in Ostholstein und darüber hinaus. Ebenso einig war man sich aber auch, dass es dafür noch die eine oder andere Hürde zu überwinden gilt.

„In diesem Jahr freue ich mich, erneut feststellen zu können: Ein Rekordjahr folgt dem Nächsten“, so Gädechens. „Allerdings wird auch deutlich, dass wir in gewisser Hinsicht Grenzen erreicht haben. Sowohl Hotelkapazitäten als auch die Verfügbarkeit von Fachkräften sind teilweise ausgereizt.“ Nicht zuletzt der Rekordsommer des letzten Jahres dürfte die Besucherzahlen in diesem Jahr positiv beeinflusst haben. Aber auch die bisherige Ferienzeit mit hochsommerlichen Wochen hat viele neue und Stammbesucher an die Ostseeküste geführt.

Die Teilnehmer hatten Gelegenheit im Gespräch von Erfolgen und den Entwicklungen dahin, aber auch von aktuellen Problemlagen zu berichten. Allen voran ist hier der schwierige Spagat der Gemeinden zu meistern, sowohl die Aufgaben einer Urlaubsdestination, wie auch die einer ganz „normalen“ Gemeinde mit guter Lebensqualität zu erfüllen. Tourismus müsse sich auch aus Perspektive der Einheimischen lohnen – und das nicht nur in der Hauptsaison. Eine funktionierende und gut ausgebaute Infrastruktur ist hierfür zentral und an vielen Stellen noch verbesserungswürdig. Gerade die Digitalisierung und damit die Vereinfachung alltäglicher Abläufe ist unter dem Gesichtspunkt des Fachkräftemangels von hoher Relevanz für die Tourismuswirtschaft. Während der Bedarf an Beschäftigten wächst, ist die Zahl der Auszubildenden in den entsprechenden Sparten leider rückläufig.

„Wir in Ostholstein sind auf dem richtigen Weg. Die Rekordzahlen müssen wir aber auch innovativ nutzen – ausruhen dürfen wir uns nicht“, fasst Ingo Gädechens zusammen. Einigkeit besteht vor allem darin, dass der Austausch zwischen Kommunen, Betrieben und sonstigen Verantwortlichen entscheidend ist. „Für solchen Austausch ist unser Gespräch beispielhaft. Die Verantwortlichen haben längst begriffen, dass Tourismus nicht an Orts- oder Betriebsgrenzen halt macht, sondern regional eng verknüpft ist“, so der Bundestagsabgeordnete. Auch im nächsten Jahr will Gädechens sein traditionelles Strandkorbgespräch fortsetzen und hofft bis dahin auf einen weiteren Tourismusrekord.