Jungparlamentarier erobern den Deutschen Bundestag

10.03.2020

Acht Delegierte des Kinder- und Jugendparlamentes Grömitz besuchen ihren Wahlkreisabgeordneten Ingo Gädechens in Berlin


In der vergangenen Woche freute sich der ostholsteinische Bundestagsabgeordnete Ingo Gädechens über den Besuch von acht „Kolleginnen und Kollegen“ aus der Gemeinde Grömitz. Die Jugendlichen sind selbst gewählte Interessenvertreter im Jugendparlament ihrer Gemeinde. Dort wurden sie für eine Amtszeit von zwei Jahren durch die jungen Einwohner gewählt. 

Schon am Mittwoch hatten die Abordnung des Jugendbeirates sich auf den Weg in die Bundeshauptstadt gemacht. Und es stand einiges auf dem Programm: ein Besuch des Deutschen Doms, zu dem auch ein politisches Planspiel gehörte, die Besichtigung des Tränenpalastes und eine Führung durch die ehemalige DDR-Stasi-Zentrale. Als Highlight ging es für die politisch engagierten Jugendlichen am Donnerstag in das Zentrum des politischen Berlins. Ingo Gädechens, der Bundestagsabgeordnete des Wahlkreises Ostholstein, hatte zu einem persönlichen Gespräch in den Bundestag eingeladen.

Sichtliches Interesse zeigten die Jungparlamentarier am Alltag des Abgeordneten und den Abläufen im Parlamentsbetrieb. Aber auch Ingo Gädechens zeigte sich sichtlich beeindruckt vom Engament des Jugendparlamentes. „Von den Jugendlichen geht eine große Motivation aus – von dem Ideenreichtum könnten sogar ehrenamtliche Kommunalpolitiker profitieren“, freut sich der Abgeordnete über seine jungen Besucher. Das Kinder- und Jugendparlament Grömitz ist im vergangenen Jahr beispielsweise für die Einrichtung des Jugend-Strandabschnitts in der Gemeinde eingetreten und konnte damit seine wichtige Rolle als Sprachrohr der Jugend behaupten. „Unsere Jugendlichen sind keinesfalls unpolitisch oder sogar politikverdrossen“, bemerkt Gädechens, „wichtig ist, dass wir auch Raum zur Teilhabe geben und dieses Engagement fördern!“

Gut ein halbes Dutzend Kinder- und Jugendparlamente haben sich in Ostholstein bereits etabliert. Nachdem in diesem  Monat bereits das Kinder- und Jugendparlament aus Neustadt in Holstein zu Gast in Berlin war, sieht Gädechens noch weiteres Potential im Bereich der politischen Bildung. „Alle Jugendgruppen, die ich bisher kennenlernen durfte, geben ein gutes Beispiel für Kommunen, die noch keine Erfahrungen mit politischen Mitstreitern aus Kinder- und Jugendparlamenten gesammelt haben.“