Ingo Gädechens

Ostholstein soll Wasserstoff-Vorreiter werden!

EGOH-Geschäftsführer Jens Meyer (erster von rechts) und Ingo Gädechens (vierter von links)
EGOH-Geschäftsführer Jens Meyer (erster von rechts) und Ingo Gädechens (vierter von links)
CDU-Abgeordneter Ingo Gädechens unterstützt Wasserstoff-Strategie der EGOH

Ostholstein ist eine Zukunftsregion. Nicht nur durch den Bau der Festen Fehmarnbeltquerung wird es eine ganze Reihe von wirtschaftlichen Chancen für den tendenziell strukturschwachen Kreis geben. Auch als Premium-Standort für die Erzeugung von Erneuerbaren Energien – insbesondere für die Nutzung von Windkraft – ergeben sich viele Möglichkeiten. Aktuell besteht noch das Problem, die großen Mengen an Windenergie auch sinnvoll nutzen zu können. Eine Perspektive bietet hier die Wasserstoff-Technologie. Um die Entwicklung in Ostholstein in diesem Bereich voranzutreiben, haben sich zahlreiche Unternehmen unter Federführung der Entwicklungsgesellschaft Ostholstein (EGOH) zusammengetan und erste Schritte einer Wasserstoff-Strategie entwickelt. Der ostholsteinische CDU-Abgeordnete Ingo Gädechens kam unter anderem mit EGOH-Geschäftsführer Jens Meyer und beteiligten Unternehmen zusammen, um die Potentiale der Wasserstoff-Technologie für Ostholstein auszuloten.

„Unser Land steht vor gewaltigen Herausforderungen“, erklärt Gädechens. „Wir wollen ein klimaneutrales Industrieland werden, ohne aber unsere Wirtschaft abzuwürgen oder Wohlstand einzubüßen. Um dieses Ziel zu erreichen, setzt die CDU nicht auf Verbote und Einschränkungen, sondern auf Technologie und Innovation. Ich bin begeistert, mit wie viel Engagement dieser Ansatz auch hier in Ostholstein verfolgt wird.“ In einem ersten Aufschlag legt die EGOH einen Schwerpunkt auf die drei Infrastrukturthemen Schienenhinterlandanbindung der Beltquerung, Schifffahrtshäfen & Sportboote sowie schwerer Straßenverkehr. In allen drei Bereichen könnte mit dem Einsatz der Wasserstoff-Technologie ein klimaneutraler Weg beschritten werden. „Eine Umwandlung von überschüssigem Strom aus Windenergie hat eine ganze Reihe von Vorteilen: Nicht nur lösen wir das Problem fehlender Stromleitungen und die Problematik der Speicherfähigkeit von Strom. Sondern es kann uns gelingen, wichtige Teile unserer Mobilitätsinfrastruktur langfristig nicht nur klimaneutral, sondern – anders als bei der Elektromobilität – auch unabhängig von Rohstoffimporten aus dem Ausland zu betreiben", erklärt Gädechens.

Haupthindernis eines flächendeckenden Einsatzes von Wasserstoff sind aktuell noch die Produktionskosten bzw. die Effizienz der Umwandlung von Strom in Wasserstoff. Daher, so einhelliger Tenor der Unternehmer, brauche es jetzt eines klaren politischen Signals, in welche Richtung die Reise gehen soll. „Es bestehen sehr gute Chancen, dass wir mit weiterer Forschung und dem zunehmenden Praxiseinsatz die offenen Probleme der Wasserstoff-Technologie in den Griff bekommen. Daher ist es richtig, dass eine  unionsgeführte Bundesregierung als Antwort auf den Klimawandel massiv in Wasserstoff investiert. Ziel der kommenden Legislaturperiode muss sein, dies auch noch stärker vor Ort bekannt zu machen“, so Gädechens. In einem ersten Schritt hat die EGOH eine Förderung des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) beantragt. Inhalt der Förderanfrage ist eine umfassende Beratungsleistung, um in diesem und im kommenden Jahr noch alle offenen Fragen zu klären. „Direkt nach dem Gespräch habe ich dem Bundesverkehrsminister geschrieben – der EGOH-Antrag ist aus meiner Sicht absolut förderfähig und förderwürdig“, erläutert der CDU-Politiker. „Gerne unterstütze ich diese Planungen nicht nur im konkreten Fall gegenüber dem Verkehrsministerium, sondern auch für alle weiteren Schritte in der Zukunft.“